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Veranstaltungstipp am 13. Juli 2016 in Hamburg: Stadtteilentwicklung und Katastrophenbewältigung in Japan

21. Juni 2016 Kommentare deaktiviert für Veranstaltungstipp am 13. Juli 2016 in Hamburg: Stadtteilentwicklung und Katastrophenbewältigung in Japan

Am 13. Juli 206 dreht sich bei einer Veranstaltung des Japanisch-Deutschen Stadtteildialogs Ottensen-Mukojima im MOTTE Stadtteil- und Kulturzentrum (Eulenstraße 43) von 14:00 bis ca. 22 Uhr alles um die Tsunami-Katastrophe in Ost-Japan am März 2011. Der Eintritt ist frei (Spenden dürft ihr natürlich gerne). Wir nennen euch das komplette Programm:

Japanisch-Deutscher Stadtteildialog 2016
Die Themen am 13. Juli 2016

  • 5 Jahre nach dem Großerdbeben-/ der Tsunami-Katastrophe in Ostjapan im März 2016, Berichte über den Wiederaufbau.
  • Stadtentwicklung mit Katastrophenschutz in Mukojima/ Tokyo.
  • AKW Fukushima: Filmvorführung „Nuclear Nation Part II“ (Regie: Atsushi Funahashi, Musik: Ryuichi Sakamoto, 114 Min., Original m. engl. Untertiteln)
  • 25 Jahre Japanisch-Deutscher Stadtteildialog (u.a. Film, Regie Brigitte Krause, 15 Min.)
  • Außerdem: Kurze Berichte über das Erdbeben in Kumamato am 17. April 2016.

Download: Das Programm als PDF (deutsch / japanisch)

Am 11. März 2011 ereignete sich in Nordostjapan ein Jahrtausend-Erdbeben. Der dadurch ausgelöste Tsunami zerstörte viele an der Pazifikküste gelegene Städte, u.a. 80% der Stadt Rikuzentakata, und führte zur Atomkatastrophe im AKW Fukushima. Das AKW ist immer noch nicht unter vollständige Kontrolle gebracht worden. Nun, etwa fünf Jahre später, berichtet der Stadtteildialog über den Wiederaufbau in Rikuzentakata – durch japanische Fachleute, Politiker und Studierende und von Künstlern und Filmemachern. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Atompolitik in Japan: Der Stadtteildialog zeigt den Dokumentarfilm „Nuclear Nation Part II“ über die Bürger von Futaba, direkt neben den havarierten AKWs von Fukushima gelegen, die ihr Überleben als eine Gemeinde außerhalb der Heimatstadt versuchen müssen. Außerdem: Kurze Berichte über das Erdbeben in Kumamato am 17. April 2016.

In der Veranstaltung wird es also um den Umgang mit – und auch um die Vorsorge vor Katastrophen in Japan gehen. Eine vorsorgende Planung ist für den sehr dicht und mit alten Häusern bebauten Stadtteil Mukojima in Tokyo für den Fall eines großen Erdbebens von besonderer Bedeutung. Zwischen Mukojima und Hamburg-Ottensen begann vor 25 Jahren der „Japanisch-Deutsche Stadtteil-Dialog“, der später auf die Stadtteile Hirano in Osaka, El Cabanyal in Valencia und die Stadt Rikuzentakata ausgeweitet wurde. Wichtiges Thema dieses Austausches ist auch die Einbeziehung von Bürgern und Bürgerinnen bei Planungen und Veränderungen von historisch gewachsenen Stadtstrukturen.

Die Veranstaltung findet während der altonale statt, mit etwa 25 japanischen Gästen: etwa 20 Studierende der Universität Meiji / Tokyo mit ihrem Professor Dr. Toshiya Yamamoto. Außerdem Herr Toshiki Fukuda, Abgeordneter des Stadtparlaments von Rikuzentakata, sowie die Performance-Künstlerin Tamaho Moriwaki, die sowohl in Rikuzentakata als auch in Mukojima / Tokyo ihre Performances zur Vorbeugung vor Erdbeben und anderen Katastrophen durchführt.

Es handelt sich um eine Veranstaltung des Japanisch-Deutschen Stadtteildialogs, mit Unterstützung des MOTTE Stadtteil- und Kulturzentrums, des Stadtteilarchivs Ottensen, des Deutsch-Japanischen Forums Elbe e.V.
Der Eintritt ist frei. Spenden werden erbeten.

Details & Kontakt zum Veranstalter findet ihr im Programm.

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