Category: J-Culture

Burgen in Japan

13. April 2012 at 23:29Category:Allgemein | J-Culture | Japan

In Japan gibt es in vielen Ort kleine Burgen, oder auch Schlösser genannt. Viele von dieses Burgen sind von den Lehnsherren der Provinzen oder auch von den Kaisern erbaut worden Meist sieht man nur noch den weißen Pagodenartigen Bau des Turmes. Es scheint für uns eine Art Schloss zu sein in dem man lebte. Das stimmt aber nicht. Die Gebiete rund um diesen Turm waren riesig und umgeben von verschiedenen Wällen und Mauern die im Prinzip schon eine komplette Stadt beinhalteten. In diesen Mauern standen die eigentlichen Wohnhäuser. Der Turm selbst, war als letzte Zuflucht im Gefecht gedacht. Das wird deutlich wenn man die Chance hat, in eine noch erhaltene Burg zu gehen. Der Aufstieg ist mühsam und eng. Die Treppen sind steil. Überall sind Löcher in den Wänden für die Gewehre und Bögen und in jeder Ecke stehen Waffen. Es gibt leider nicht mehr viele dieser alten Burgen. Die Meisten sind feuern zum Opfer gefallen, da sie fast komplett aus Holz bestehen, wie alle traditionellen Gebäude in Japan. Die Umgebungsmauern sind auch oft abgetragen worden und zum Bau für neue Häuser verwendet worden. Eins der wenigen Beispiele bei dem diese Mauern noch erhalten sind, ist die Himeiji-Burg. Viele Burgen sind wieder aufgebaut worden. Allerdings mit modernen Standards. So haben sie meistens einen Aufzug und beinhalten ein Museum zu der Burg selber. Der Aufstiegt wird dadurch um einiges bequemer und man kann die schöne Aussicht genießen ohne sich mindestens einmal den Kopfgestoßen zu haben. Ein Beispiel dafür ist die Osaka-Burg. Hier mit ein paar Fotos.

 

JFFH goes GO

8. Mai 2011 at 23:25Category:Allgemein | J-Culture

Dieses Jahr geht es wieder mit einem vollen Programm an den Start. Auch das Rahmenprogramm ist wieder klasse. Wieder mit von der Partie wird Peter die Möglichkeit anbieten, GO zu erlernen. Eine Art japanisches Schach.
Dieses Spiel hat in Japan eine lange Tradition und hat vor ein paar Jahren einen erneuten Beliebtheitsschub bekommen. Der Grund dafür war der Manga „ Hikaru no Go“ der auch in eine Animeserie umgesetzt wurde. In dem Manga lernt der Hauptcharakter die Feinheiten und Herausforderungen des GO kennen. Grade viele junge Leser haben daraufhin mit GO angefangen.
Hier in Deutschland ist es immer noch ein recht unbekannter Sport. Zwar ist der Manga auch hier angekommen, aber die Anzahl der Leser ist hier bei weiten nicht so hoch wie in Japan.
Kommt vorbei und lasst es auch beibringen. Hier ist eine kleine Einführung von Peter.

Silvester in Japan

31. Dezember 2010 at 06:00Category:J-Culture | Japan

„3…2…1…Alles Gute für das neue Jahr!“.

Überall auf der Welt wird das neue Jahr herzlichst bejubelt. Während wir in Deutschland um 15.59 Uhr nachmittags allerdings noch mit unserer Abendplanung beschäftigt sind, wird zur gleichen Zeit auf der anderen Seite der Weltkugel – auch in Japan – schon das neue Jahr gefeiert. Aber wie feiert man eigentlich Silvester in Japan?

Das japanische Silvester [jap.: 大晦日(Oomisoka)] wird in vielen Familien auch heute noch ganz traditionell begangen. Der Beginn eines neuen Jahres bedeutet einen Neuanfang – neue Pläne, neue Vorsätze. Die Sünden und Laster des letzten Jahres sind dafür nur hinderlich. Deshalb wird in Japan Silvester so gefeiert, dass man alle Sünden und Laster des vorherigen Jahres nicht mit in das neue Jahr forttragen muss.

So putze ich jedes Jahr an Silvester mit meiner ganzen Familie das gesamte Haus, damit der Schmutz, der sich im Laufe des Jahres angesammelt hat, nicht mit in das neue Jahr geschleppt wird. Viele besuchen Tempel und beten darum, ihre Last des letzten Jahres hinter sich lassen zu dürfen. Dieser Gang zum Tempel wird „Oharai [お払い]“ genannt.

toshikoshisoba

Ein weiterer Brauch ist das Essen eines besonderen japanischen Gerichts – Toshikoshisoba [年越し蕎麦]. Das sind japanische Nudeln, die nur Silvester gegessen werden. Den Ursprung hat diese Tradition in dem Wunsch, so lange zu leben wie die Nudel lang ist. Es wird gesagt, wer seine Schüssel Nudeln nicht aufisst, wird im nächsten Jahr kein Glück mit Geld haben.

Kurz vor Mitternacht erklingt in den Tempeln Japans eine Glocke. Sie wird „Joya No Kane [除夜の鐘]“ genannt. Bis zu 108 mal läutet diese Glocke, wobei der letzte Schlag mit Beginn des neuen Jahres erklingt. Viele Menschen versammeln sich vor den Tempeln und beten gemeinsam für das neue Jahr – dass es ein erfolgreiches, gesundes Jahr wird. Im Buddhismus – der in Japan am meisten vertreten ist – wird gesagt, dass ein Mensch 108 verschiedene Begierden und Wünsche in sich trägt. Mit den 108 Schlägen, so glaubt man, wird der Mensch von seinen Begierden befreit und kann unbefleckt das neue Jahr empfangen.
Mit dem Neuen Jahr beginnt auch ein neuer Lebensabschnitt, in dem der Mensch neue Laster zu tragen hat. Am Ende des Jahres kann er durch diese Rituale erneut befreit werden und seinem nächsten Lebensabschnitt entgegen gehen.

Sei es die Freude auf das Silvester-Feuerwerk oder die Freude auf einen lastfreien Neuanfang in das nächste Jahr, Silvester bringt die Menschen überall auf der Welt zusammen. Unsere Bräuche und Traditionen sind verschieden, aber wir alle feiern mit großer Freude und voller Erwartung in das neue Jahr hinein – und wir vom Filmfest-Team wünschen natürlich allen Freunden und Fans des JFFH einen guten Rutsch und ein gutes neues Jahr!

Die letzte Reise

27. Dezember 2009 at 10:52Category:Film | J-Culture

Seit dem 16. November läuft „Nokan – Die Kunst des Ausklangs“ (Jap.: Okuribito) in den deutschen Kinos. Dieses japanische Melodram von Yôjirô Takita aus dem Jahre 2008 wurde als bester fremdsprachiger Film mit einem Oscar ausgezeichnet. Protagonist dieser Geschichte ist Daigo Kobayashi, ein Cellist, der nach Auflösung seines Orchesters in Tôkyô mit seiner Frau in seinen ländlicheren Heimatort zurückkehrt. Er stößt auf eine Anzeige einer vermeintlichen Reiseagentur und will sich dort vorstellen. Dieses Unternehmen allerdings hilft nicht bei irgendeiner, sondern bei DER letzten Reise; es handelt sich um ein Bestattungsunternehmen, das sich die Aufbahrung (nôkan) der Verstorbenen zur Aufgabe macht. Daigo entdeckt schon bald seine Berufung in dieser Arbeit, aber auch Probleme, die diese mit sich bringt…
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